Jürgen Appell

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Das Duo Lontano, bestehend aus den Pianisten Babette Hierholzer und Jürgen Appell, entstand 2004. Babette lebt seit 1991 in New York, während Jürgen abwechselnd in Berlin und Rom wohnt.

Babette Hierholzer

Nach ihrem aufsehenerregenden Debüt mit den Berliner Philharmonikern 1978, bei dem sie Mozarts Konzert A-Dur KV 488 spielte, hatte Babette Hierholzer weitere Engagements mit diesem berühmten Orchester unter der Leitung renommierter Dirigenten wie Klaus Tennstedt, Sir Colin Davis, Leopold Hager und Semyon Bychkov. Ausgedehnte Tourneen mit Klavierabenden, in Kammermusikbesetzungen und als Solistin mit Orchester führten sie durch die meisten Länder Europas, die Vereinigten Staaten, Südamerika und Afrika. 1986 gab sie ihr USA-Debüt mit dem Pittsburgh Symphony Orchestra und spielte Liszts erstes Klavierkonzert. Es folgten Engagements mit dem Philharmonischen Orchester Kiel, dem Philharmonischen Orchester Ulm, dem Symphonie-Orchester Hamburg, der Nordwestdeutschen Philharmonie, der Orquesta Sinfónica de Bilbao, Spanien, dem Orchestre du Festival International de Bordeaux, Frankreich, und dem Kraków Philharmonic Orchestra, Polen. Im Mai 1993 spielte sie das erste Liszt-Konzert mit der Orquesta Sinfónica de Chile, im Juni desselben Jahres mit der Staatskapelle Berlin unter der Leitung von Paavo Berglund. 1994 spielte sie Clara Schumanns Klavierkonzert mit dem St. Louis Symphony Orchestra und hatte ihr Kanada-Debüt mit dem Saskatoon Symphony Orchestra. Das Clara-Schumann-Konzert spielte sie wiederum 1996 mit dem Winnipeg Symphony Orchestra und dem Symphonie-Orchester Berlin. Im Januar 1997 trat sie mit Robert Schumanns Klavierkonzert zweimal in Venezuela auf, und zwar mit der Orquesta Sinfónica de Maracaibo und der Orquesta Sinfónica de Mérida.

Babette Hierholzer hat mehrere Aufnahmen bei MARUS/EMI eingespielt, u.a. Stücke und Zyklen von Schumann (einschließlich der erst kürzlich entdeckten Exercises, Variationen über ein Thema von Beethoven), Couperin, Debussy, Mozart, und drei CDs mit Scarlatti-Sonaten. Weitere CD-Einspielungen beinhalten posthume Werke Schuberts sowie Schumanns Kinderszenen, eine CD bei GENUIN mit Transkriptionen von Bach-Konzerten und eine live-Aufnahme bei TESTAMENT mit Mozarts Konzert A-Dur KV 488 mit den Berliner Philharmonikern unter Klaus Tennstedt. In Peter Schamonis Film „Frühlingssymphonie“ (über Robert Schumanns Leben und Werk) übernahm sie für Clara Schumann (verkörpert von Nastassja Kinski) den Soundtrack und das „Hand-Double“.

Schon während ihrer Berliner Zeit nahm sie sieben Mal am Steinway-Klavierspiel-Wettbewerb teil und gewann jedes Mal den 1. Preis, darüber hinaus zweimal den 1. Preis beim Wettbewerb „Jugend musiziert“. Außerdem ist sie Preisträgerin mehrerer internationaler Wettbewerbe. So gewann sie den 1. Preis beim Giovanni Battista Viotti Concorso Internazionale di Musica in Vercelli, Italien, die Silbermedaille beim Festival International des Jeunes Solistes in Bordeaux, Frankreich, den 1. Preis beim Joanna Hodges International Piano Competition sowie den renommierten Andy Petlansky Memorial Award in Palm Springs, USA. Im Februar 1992 hatte sie ihr Debüt in der Carnegie Hall als Gewinnerin des East & West Artists Prize for New York.

Geboren in Freiburg, hatte Babette Hierholzer ihren ersten Klavierunterricht in Berlin mit 5 Jahren, zunächst bei Elisabeth Dounias-Sindermann, dann bei Wolfgang Saschowa. Ihren ersten Auftritt in der Berliner Philharmonie hatte sie im Alter von 11 Jahren, wo sie Mozarts Klavierkonzert A-Dur KV 488 spielte. Später setzte sie ihre Studien an der Juillard School, Precollege Division, in New York bei Herbert Stessin fort, in Wien und an der Folkwangschule in Essen bei Paul Badura-Skoda, in Florenz bei Maria Tipo und in Buenos Aires bei Bruno Leonardo Gelber. Sie war Stipendiatin der Studienstiftung des Deutschen Volkes und der Oskar-und-Vera-Ritter-Stiftung.

Klavier-Duo

duo lontano: babette hierholzer, jürgen appell
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Auftritte in jüngerer Vergangenheit umfassen Konzerte mit dem Shreveport Symphony Orchestra, dem DeKalb Symphony Orchestra in Atlanta und der Orquesta del Nuevo Mundo in Mexico City. Babette Hierholzer sprang auch kurzfristig für Horatio Gutierrez in einem Klavierabend in der Berliner Philharmonie ein. Sie spielte das erste Liszt-Konzert im Saisoneröffnungskonzert mit dem South Carolina Philharmonic Orchestra unter der Leitung von Nicholas Smith. Sehr kurzfristig sprang sie bei einem Klavierabend in der Frick Collection in New York City ein und spielte anlässlich eines Klavierabends in der National Gallery of Art in Washington Werke von Clara und Robert Schumann. Babette Hierholzer ist Künstlerischer Direktor des „German Forum“ in New York und des RCMS (Rhinebeck Chamber Music Society).

Jürgen Appell

Noch während seiner Klavierausbildung bei den bekannten Pianistinnen Elisabeth Dounias-Sindermann und Ingeborg Peukert in Berlin war Jürgen Appell dreimal Preisträger des Steinway Klavier-Wettbewerbs. Er war Stipendiat der Studienstiftung des Deutschen Volkes und hatte seinen ersten Konzertauftritt in der Berliner Philharmonie mit 16 Jahren, wo er Schumanns Symphonische Etüden spielte. Nach diesem frühen Erfolg tat er sich mit Florentine Schubert zu einem Klavierduo zusammen und trat in den folgenden Jahren in Deutschland und Europa mit vierhändigen Programmen auf, von denen mehrere im Radio und Fernsehen aufgenommen wurden. Mit Florentine Schubert spielte er auch einige Werke für zwei Klaviere, wie etwa Bachs Konzert für 2 Klaviere und Orchester C Dur oder Saint-Saens’ „Carnaval des Animaux“ für 2 Klaviere und Orchester. In den 80-er Jahren bildete Jürgen Appell ein Duo mit dem Cellisten Johannes Nauber, der früher den berühmten „12 Cellisten“ der Berliner Philharmoniker angehörte, und hatte mit ihm Tourneen durch Europa, auf denen sie viele Werke der romantischen Literatur für Violoncello und Klavier spielten.

Duo Lontano

Seit 2003 widmet er sich wieder verstärkt dem vierhändigen Repertoire und bildete ein Klavierduo mit Babette Hierholzer. Mit ihr und der Pianistin Bettina Griepentrog spielte er Mozarts Konzert F-Dur für drei Klaviere und Orchester mit der Orquesta Normalista de Puebla, Mexiko, unter der Leitung von Jorge Altieri. Danach gingen sie auf eine ausgedehnte Konzerttournee, die sie nach Italien, Deutschland, Venezuela, Mexiko, Russland und in die Vereinigten Staaten führte. Im Jahr 2006 gründete Jürgen zusammen mit dem Cellisten Johannes Nauber und dem englischen Geiger David Johnson ein Klaviertrio. In dieser Zusammensetzung wurden sie u.a. nach Berlin und in die Kölner Philharmonie eingeladen, wo sie 2006 zusammen mit der irischen Sopranistin Helen Kearns auftraten.

2010 spielten Babette und Jürgen ein Romantikprogramm für zwei Klaviere am International Kaatsbaan Dance Center, New York, und beim Catskill Music Festival (USA). Im Dezember 2010 erhielten sie eine Einladung nach Caracas, Venezuela, um dort Mozarts Konzert für zwei Klaviere und Orchester Es-Dur KV 365 mit der berühmten Orquesta Juvenil Simón Bolívar unter der Leitung von Maestro Gustavo Dudamel zu spielen. Im März 2016 erhielten sie eine Einladung nach Havanna, Cuba, um dort neben Klavierabenden auch den “Karneval der Tiere” von Saint-Saens für zwei Klaviere und Orchester mit der Orquesta Sinfónica Nacional de Cuba unter der Leitung von Enrique Pérez Mesa zu spielen. Für weitere vierhändige Konzerte wurden sie kürzlich nach Palermo (Italien), White Plains, NY (USA), Las Palmas de Gran Canaria (Spanien) und Petrópolis (Brasilien) eingeladen.


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